Buchbestellung
Buchbestellung

Einordnung

Den Hauptanwendungsbereich der Multidimensionalen Skalierung (MDS) bilden Positionierungsanalysen, d. h. die Positionierung von Objekten im Wahrnehmungsraum von Personen. Sie bildet somit eine Alternative zur faktoriellen Positionierung mit Hilfe der Faktorenanalyse. Im Unterschied zur faktoriellen Positionierung werden bei Anwendung der MDS nicht die subjektiven Beurteilungen von Eigenschaften der untersuchten Objekte erhoben, sondern es werden nur wahrgenommene globale Ähnlichkeiten zwischen den Objekten erfragt. Mittels der MDS werden die diesen Ähnlichkeiten zugrunde liegenden Wahrnehmungsdimensionen abgeleitet. Wie bei der faktoriellen Positionierung lassen sich sodann die Objekte im Raum dieser Dimensionen positionieren und grafisch darstellen. Die MDS findet insbesondere dann Anwendung, wenn der Forscher keine oder nur vage Kenntnisse darüber hat, welche Eigenschaften für die subjektive Beurteilung von Objekten (z. B. Produktmarken, Unternehmen oder Politiker) von Relevanz sind. Zwischen der Multidimensionalen Skalierung und der Conjoint-Analyse besteht sowohl inhaltlich, wie auch methodisch eine enge Beziehung, obgleich wir sie hier unterschiedlich zum einen den strukturenentdeckenden und zum anderen den strukturenprüfenden Verfahren zugeordnet haben. Beide Verfahren befassen sich mit der Analyse psychischer Sachverhalte und bei beiden Verfahren können auch ordinale Daten analysiert werden, weshalb sie z.T. auch identische Algorithmen verwenden. Ein gewichtiger Unterschied besteht dagegen darin, dass der Forscher bei Anwendung der Conjoint-Analyse bestimmte Merkmale auszuwählen hat.

Verfahrenssteckbrief

Name des Verfahrens: Multidimensionale Skalierung (MDS)
Kernfrage des Verfahrens: Wie lassen sich Objekte im Wahrnehmungsraum von Personen positionieren, und wie lauten die Dimensionen dieses Raumes?
Verfahrenstyp: Interdependenzanalyse
Variablenmenge: ungeteilt
Skalenniveau:  
- abhängige Variable - nicht relevant -
- unabhängige Variable - nicht relevant -
- bei ungeteilter Variablenmenge metrisch oder nicht-metrisch (Ähnlichkeit zwischen Objekten)
Verfahrensintension: struktur-entdeckendes Verfahren (explorativ)
Verfahrensvarianten: alternative Methoden zur Messung der Objektähnlichkeiten
Schätzverfahren:  
Menüaufruf in SPSS 16.0: Analysieren → Skalierung → Multidimensionale Skalierung
Prozedurname in SPSS: ALSCAL, PROXSCAL oder INDSCAL
Anmerkungen: ALSCAL und PROXSCAL stellen im Kern aggregierte Analysen dar, wohingegen bei INDSCAL auch individuelle Unterschiede berücksichtigt werden.
Wichtige Begriffe, die in diesem Kapitel erklärt werden: Ankerpunktmethode; City-Block-Metrik; Datenverdichtungskoeffizient; Disparität; Euklidische Metrik; Idealpunkt-Modell; Methode der Rangreihung; Minkowski-Metrik; Paarweise Distanzen; Perceptual Mapping; Property Fitting; Ratingverfahren; Shepard-Diagramm; STRESS-Maß; Varimaxkriterium; Vektor-Modell

Inhaltsverzeichnis

Inhalt Multidimensionale Skalierung

FAQ

bis jetzt keine Einträge