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Null als Wert in Daten für Faktorenanalyse
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Autor:
Kristina Goslar

Erstellt am:
19.04.2011
Neuer Kommentar
Themengebiet: Faktorenanalyse
Frage: Null als Wert in Daten für Faktorenanalyse

Hallo,

ich verwende in meiner Doktorarbeit über das Verhalten von Pferden in verschiedenen Verhaltenstests eine Faktorenanalyse. 

Bei den Ausgangsdaten habe ich verschiedene Verhaltens-Parameter, von denen manche bei allen Pferden vorgekommen sind, einige aber nur von einzelnen Pferden innerhalb des Tests gezeigt wurden. Bei den Pferden, die das entsprechende Verhalten nicht gezeigt haben, steht in meiner Datentabelle eine "Null". Bei den anderen Pferden steht ein Wert größer Null (zwei Dezimalstellen), der dem Index der Häufigkeit des Verhaltens pro Minute entspricht. 

Bei den Ergebnissen wundert mich nun, dass vor allem die Parameter, die nur vereinzelt aufgetreten sind (also sehr häufig nur mit "Null" vertreten sind), eine hohe Faktorladung haben und die häufig vorgekommenen Parameter eine geringe Faktorladung haben. 

Ist es überhaupt möglich, die Parameter mit der häufigen "Null" in die Faktorenanalyse mit einzubeziehen? Diese Parameter sind für mich biologisch sehr interessant, da sie sozusagen "Verhaltens-Ausreißer" dokumentieren. 

Oder kann ich die Daten in dieser Form nicht in einer Faktorenanalyse auswerten?

 

Vielen Dank für Ihre Antworten und Ihre Hilfe, 

Kristina Goslar


KGoslar
Anzahl: 2
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Zweite Frage hinterher
Antwort #3 am: 19. Apr. 2011, 16:14:33 Uhr
Ich habe noch eine zweite Frage:
ich weiß, dass man die Parameter (Eigenschaften), die in eine Faktorenanalyse einbezogen werden sollen, so auswählen soll, dass sie auch tatsächlich relevant sind.

Gibt es eine Obergrenze? Kann man zu viele Parameter verwenden?

Ich habe 42 Parameter (deshalb kommt auch bei einigen so häufig die Null vor, ich habe die Verhaltenstests sehr detailliert ausgewertet).

Anonymous
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Re:
Antwort #2 am: 20. Apr. 2011, 14:49:44 Uhr
Hallo Kristina,
wenn ich deine Beschreibung richtig verstehe, dann ist die Ausprägung "0" ja nicht als fehlender Wert, sondern als "normale" Ausprägung zu verstehen. Daher kann es auch sein, dass ein Verhaltensmuster X, welches sehr selten gezeigt wurde, stark auf einen Faktor lädt.

Bsp.: Beinzucken & Augenzwinkern laden auf den Faktor Aufregung bzw. Entspannung, unabhängig davon, ob nun beide sehr häufig oder sehr selten pro Minute auftauchen. Die Faktorladungen geben ja lediglich die Korrelation einer Variable mit einem Faktor wider. Daher spielt es keine Rolle wie groß oder klein der Wert ist.

Ich hoffe meine Antwort passt zu deiner Frage, da ich mich mit Pferden so gar nicht auskenne ;-)

Viel Grüße
Michael

KGoslar
Anzahl: 2
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Re:
Antwort #1 am: 30. Apr. 2011, 13:47:45 Uhr
Hallo Michael,

vielen Dank für Deine Antwort.
Ja, das hast Du wohl recht, aber ich glaube inzwischen, dass sich in meinem konkreten Fall die Faktorenanalyse nicht richtig gut anwenden lässt. Dann müsste ich nämlich jede Verhaltensweise, die so selten aufgetreten ist, aber stark auf einen Faktor lädt, wieder einzeln erklären (im Rahmen des Ziels meiner Arbeit).

Ich werde da noch weiter drüber nachdenken, aber im Moment glaube ich, dass das einfach die falsche Methode für meine Arbeit ist und alles eigentlich komplizierter macht, als es sein soll.

Viele Grüße, Kristina


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