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wie integriere ich attribute von individuen in discrete choice experimente?
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Autor:
Alexander Wendland

Erstellt am:
16.11.2009
Neuer Kommentar
Themengebiet: Allgemeine Frage
Frage: wie integriere ich attribute von individuen in discrete choice experimente?

Hallo,


ICh bin Student und arbeite zurzeit an einem Marketing (discrete choice) Projekt. Ich bin über ein paar Fragen gestolpert, wo ich mit meinem noch begrenzten Statistikwissen nicht recht weiterweiß

In Louviere et al "stated choice methods" Seite 63 schreiben die Autoren : "...any variable that is not an attribute of an alternative of the choice set (not attribute of brand A, B, or C; e.g. the individuals gender), cannot be included as a seperate variable in all utility expressions, since it does not vary across the alternatives (brands). ... To enable a non-brand attribute to be included in all utility expressions, it must be interacted with an alternative-specific attribute."

Es geht also nicht folgendes:

NutzenMarke1 = Preis + Packungsgröße + Geschlecht

NutzenMarke2 = Preis + Packungsgröße + Geschlecht

Nach den Autoren ginge nur folgendes:

NutzenMarke1 = Preis + Packungsgröße + Geschlecht

NutzenMarke2 = Preis + Packungsgröße

Intuitiv leuchtet mir ein, dass wenn ein Attribut für alle Auswahloptionen gleich ist (z.B. das Geschlecht einer auswählenden Person ist für alle Varianten gleich), dass dann nicht ein Unterschied zu der anderen Ausprägung geschätzt werden kann.

In meinem Versuch trifft jeder Proband nur eine Auswahlentscheidung und ich schätze nur die aggregierten Nutzenfunktionen für die Produkte, allerdings möchte ich individuelle Parameter mit aufnehmen. (z.B. Wie viel höher ist die Auswahlwahrscheinlichkeit für MArke A, B und C bei Frauen?)

Frage 1: Welche Konsequenzen hat es für die Güte von Schätzern und Modell, wenn ich diese personenspezifischen Variable trotzdem aufnehme? Hierzu habe ich leider keinen Verweis auf weiterführende Literatur gefunden.

Frage 2: Bedeutet die zitierte Passage auch, dass wenn ich Geschlecht mit Preis interagiere (um z.B. höhere Preisbereitschaft bei Frauen zu untersuchen), dass ich dann Preis und Geschlecht aufnehmen kann? Nach meinem Wissen ist es notwendig im Regressionskontext bei Interaktionen auch die entsprechenden Main-Effects aufzunehmen.  Eine andere Interpretation der Passage ist, dass ich nur Interaktionen von alternativen- und individuenspezifischen Variablen aufnehmen kann, die sich dann auch ohne MAin-Effects interpretieren lassen (z.B. Produktpreis / Einkommen könnte als relative Kosten für die jeweilige Person interpretiert werden).

Über ein paar Kommentare zu meinen Überlegungen würde ich mich unglaublich freuen!

liebe Grüße

Alex


Alexander Wendland
Anzahl: 6
Kommentar
Antwort: wie integriere ich attribute von individuen in discrete choice experimente?
Antwort #1 am: 19. Nov. 2009, 12:44:38 Uhr
Hallo Alex,
die Antwort auf deine Fragen findest du in:
Kenneth Train (2009): "Discrete Choice Methods with Simulation" S.19ff.
kostenlos erhältlich unter:
http://elsa.berkeley.edu/books/choice2.html

Horrido
Alex


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